Mobile Roboter: AGVs und AMRs – Was ist der Unterschied?

  • 28. Apr. 2026
  • GLOBAL
AGV und AMR

Wer in der Nähe eines Lagers oder einer Produktionsstätte arbeitet, die Automatisierung einsetzt oder plant, hat wahrscheinlich schon von AGV und AMR gehört. Manchmal werden sie präzise, manchmal synonym und manchmal fälschlicherweise verwendet. Beide Systeme transportieren im Wesentlichen Güter von Punkt zu Punkt. Doch was unterscheidet diese mobilen Robotertechnologien eigentlich? Und schließen sich diese Unterschiede?

Definitionen existieren – doch die Realität ist manchmal grau.

Traditionell werden die Unterschiede typischerweise etwa so erklärt:

  • AGVs (Automatisierte/Automatisch geführte Fahrzeuge) folgen festgelegten Pfaden und nutzen dabei häufig physische Hilfsmittel wie Drähte, Magnetbänder, QR-Codes und manchmal sogar natürliche Orientierungspunkte und Laser.
  • Autonome mobile Roboter (AMRs) navigieren dynamisch und nutzen Sensoren wie LiDAR, Kameras und bordeigene Software, um Routen zu planen und Hindernissen in Echtzeit auszuweichen.

Die heutigen Systeme verwischen diese Grenzen jedoch zunehmend. Viele sogenannte AGVs verfügen mittlerweile über fortschrittlichere Navigationssysteme, eine verbesserte Hinderniserkennung, dynamische Routenplanung und Flottenmanagement-Software. Gleichzeitig nutzen einige AMRs weiterhin QR-Codes oder andere gitterbasierte Navigationssysteme zur Positionierung und Fortbewegung.

Nehmen wir ein fahrerloses Transportsystem (AGV), das normalerweise Route A folgt, aber auf Route B – beides vordefinierte Routen – ausweicht, wenn seine Hauptroute blockiert ist. Handelt es sich dabei um autonome Bewegung? Manche würden dies verneinen, andere es als eine Form von „hybrider“ Autonomie bezeichnen. In vielen Fällen gibt es keine allgemein anerkannte Antwort.

Letztendlich handelt es sich bei all diesen Systemen um mobile Roboter. Die Navigationsmethode allein bestimmt nicht, wie fortschrittlich oder effektiv eine Lösung tatsächlich ist. QR-Code-basierte und Magnetbandsysteme werden beispielsweise weiterhin eingesetzt, da sie zuverlässig, skalierbar und für viele industrielle Umgebungen gut geeignet sind. Bei korrekter Anwendung stellen sie nach wie vor eine sinnvolle Option dar.

Was wirklich zählt, ist die richtige Lösung.

Viele verwenden AGV und AMR synonym, wenn sie über mobile Automatisierungsprojekte sprechen. Das liegt nicht an Nachlässigkeit, sondern daran, dass der Fokus selten auf den Bezeichnungen liegt. Was am meisten zählt, sind die Ergebnisse.

  • Ist die Navigationsmethode für meine Umgebung geeignet?
  • Ist das Fördergerät für meine Lasten geeignet?
  • Lässt es sich gut in meine Betriebsabläufe integrieren?
  • Lässt es sich an veränderte Lautstärken anpassen?
  • Ist es sicher, zuverlässig und wird es langfristig unterstützt?

Ob ein System technisch als AGV oder AMR klassifiziert wird, ist oft zweitrangig. Die Terminologie ist für Ingenieure und Systementwickler wichtig, für Endnutzer ist es jedoch einfach eine Kurzform für „einen Roboter, der Güter effizient transportiert“.

Das Hauptziel ist die optimale Lösung. Ein gut konzipiertes AGV-System kann eine unpassende AMR-Lösung übertreffen und umgekehrt. Entscheidend ist ein Automatisierungspartner, der das gesamte Spektrum der mobilen Robotik versteht und den richtigen Ansatz empfehlen kann.

Mobile Robotiklösungen auf einen Blick

SOTR-Serie

Daifuku bietet eine Reihe von mobilen Roboterlösungen an, darunter unsere Sorting Transfer Robot (SOTR) Serie sowie eine Reihe bewährter AGVs und AMRs.

  • SOTR-S– Optimiert für kleinere Nutzlasten und flexible Sortieranwendungen.
  • SOTR-M– Eine skalierbare Lösung für den Transport von Kisten und Behältern.
  • SOTR-L– Konzipiert für das Sortieren und den Transport schwerer Lasten.
  • Smart Handling– Ein umfassendes Angebot an Gabelstapler-, Tunnel-, Montage- und Schlepp-AGVs für den Umgang mit großen Lasten aus unserer Geschäftseinheit Smart Handling.

Charles Kinsman

Charles Kinsman

Account Manager – Internationaler Vertrieb, Intralogistik Abteilung, Daifuku
Charles stammt ursprünglich aus den USA und zog 2019 nach Japan, nachdem er einen Abschluss in International Business und Japanologie erworben hatte. Seit seinem Eintritt bei Daifuku im Jahr 2023 spielt er eine Schlüsselrolle bei der Leitung von Intralogistik in Ozeanien und der Unterstützung von Projekten in den USA und Japan.

Folgen Sie uns auf LinkedIn. Alle Beiträge anzeigen

Kontakt

Bei Produktanfragen kontaktieren Sie uns bitte über unsere Kontaktseite.

Kontaktieren Sie uns

Telefonkontakt

Kontakt

Bei Produktanfragen kontaktieren Sie uns bitte über unsere Kontaktseite.

Zum Kontaktformular(English)

Telefonkontakt

Kontakt

Bei Produktanfragen kontaktieren Sie uns bitte über unsere Kontaktseite.

Zum Kontaktformular(English)

Telefonkontakt

Beachten

Die Informationen, auf die Sie zugreifen möchten, sind nicht zur Veröffentlichung, Veröffentlichung oder Verbreitung in den Vereinigten Staaten von Amerika bestimmt. Indem Sie auf die Informationen zugreifen, stimmen Sie zu und bestätigen, dass Sie sich nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika befinden.